Andreas Ivanschitz - Seine Laufbahn
Die offizielle Biographie des ÖFB-Teamkapitäns
10/1983 – 10/1989
Andreas Ivanschitz wurde am 15. Oktober 1983 in Eisenstadt, der Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Burgenland, geboren. Sowohl seine Mutter Helga als auch sein Vater Ewald sind beruflich als Lehrer tätig, erstere arbeitet als Hauptschullehrerin in Schattendorf, zweiter als Musiklehrer im Haydn-Konservatorium in Eisenstadt. Die musikalische Ader hat nicht nur Andreas, der während seiner Kindheit und Jugend in der Blaskapelle seines kleinen Heimatdorfes Baumgarten (900 Einwohner) sieben Jahre die große Trommel spielte und zudem mehrere Jahre Klavier- und Oboeunterricht genoss, geerbt. Auch seine beiden älteren Brüder Martin, der seinen akademischen Weg als Doktor der Medizin bereits beendet hat, und Clemens, der ein Musikstudium absolviert hat, sind an diversen Instrumenten ausgebildet.
Das Leben der drei Ivanschitz-Brüder drehte sich aber von Anfang an vor allem um das runde Leder. Dem erst 4jährigen Andi sah man bereits beim fröhlichen Kick auf der heimischen "Karliwiese", die nur einen Steinwurf vom Elternhaus der Treffpunkt der Baumgartner Kinder war, die Freude und das Talent förmlich an. Kaum ein Tag verging, an dem der Knirps nicht begeistert dem Ball, egal ob einer Version aus Plastik oder Leder, nachjagte. So war es nur logisch, dass die Eltern, die selbst am Fußballsport stets großes Interesse hatten, auch den „Benjamin“ der Familie bereits als sechsjährigen beim örtlichen Verein, dem ASK Baumgarten, anmeldeten.
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10/1989 – 02/1998
Als 6jähriger folgte Andreas Ivanschitz dem Ruf des örtlichen Vereins ASK Baumgarten. Ab dem Zeitpunkt hatte das Fußball-Virus "Klein-Andi" endgültig und unwiderruflich infiziert. Bis zu seinem 14. Lebensjahr folgten schöne und unbeschwerte Jahre beim Stammverein, der damals eine Spielgemeinschaft mit dem Klub der Nachbargemeinde Schattendorf unterhielt. Immerhin schaffte es Ivanschitz mit seinen Mitspielern bis ins burgenländische U14-Finale, das allerdings 2:4 gegen eine Auswahl aus Lafnitztal verloren ging. Am Ende seiner "Karriere" beim ASK Baumgarten hatte Ivanschitz bereits den Sprung ins sämtliche Bezirks- und Burndesland-Auswahlen längst geschafft. "Viel Lernen von sehr guten Trainern und dabei nie den Spaß am Fußball zu verlieren, das wurde mir bei meinem Stammverein geboten und dafür bin ich noch heute sehr dankbar", meinte Andreas Ivanschitz Jahre später, als er bereits seine ersten Spuren im professionellen Fußball hinterließ.
Als besonders wichtige Erfahrung in dieser Zeitspanne Ende der 90er Jahre bezeichnet der Linksfuß die Tatsache, dass er bereits als 13jähriger unter Trainer Hans Schöll mit der Kampfmannschaft, die auch damals schon in der 3. österreichischen Spielklasse um Punkte kämpfte, trainieren durfte. Gespielt hat er zwar bei den Erwachsenen nicht, doch wurde er regelmäßig in der U16-Auswahl eingesetzt und lernte so sehr rasch, sich gegen körperlich stärkere und zudem viel erfahrenere Gegenspieler durchzusetzen. "Diese Erfahrung hat mich geprägt und mir in meiner Entwicklung stark weitergeholfen," so Andreas Ivanschitz.
Seine guten Leistungen in den diversen Auswahlen und beim Verein machte bald Scouts des populärsten und erfolgreichsten Klubs Österreichs auf Ivanschitz aufmerksam. Johann Wlasits sollte das Talent schon rasch dem damaligen Nachwuchsleiter des SK Rapid Wien, Manfred Uhlig, empfehlen und organisierte ein Probetraining bei dem Verein, für den Andi schon als kleiner Junge die Daumen drückte. Beim österreichischen Rekordmeister spielte Ivanschitz bei niemand geringeren als Sergej Schawlo, der als ehemaliger Rapid- und russischer Teamspieler als absoluter Fachmann gilt und gegenwärtig Generalmanager bei Spartak Moskau ist, vor. Schawlo erkannte rasch das Talent, Können und Potential des damals 14jährigen Andreas Ivanschitz und lotste den Burgenländer in die österreichische Bundeshauptstadt.
Damit war die musikalische Karriere von Ivanschitz junior beendet, was natürlich gerade bei seinem Vater einen leicht bitteren Beigeschmack hinterließ, aber er freute sich für seinen Sohn und unterstützte ihn wo er konnte. Ein völlig neues Leben begann, denn der Wechsel zu Rapid bedeutete auch einen Schulwechsel. Ivanschitz wechselte vom Gymnasium in Mattersburg in eine Partnerschule seines neuen Vereins, das ORG Maroltingergasse im 16. Wiener Gemeindebezirk. Dort lebte er im schuleigenen Internat und absolvierte auch vier Jahre später seine Matura mit "sehr gutem Erfolg".
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02/1998 – 05/2000
Fußballerisch startete Andreas Ivanschitz im Februar 1998 bei der von Sergej Schawlo betreuten U16-Mannschaft. Mit dieser Mannschaft und später prominenten Mitspielern wie Stefan Kulovits oder Ilco Naumoski (die beide als Profis zu Länderspieleinsätzen für Österreich, bzw. Mazedonien kommen sollten) wurde Ivanschitz im Sommer 1999 BNZ Meister, WFV Meister und auch östrreuchischer Pokalsieger. Ab Juni 1999 spielte er dann schon in der U18-Mannschaft und folgte so seinem damaligen Vorbild und Trainer Sergej Schawlo in die nächste Altersklasse.
Bereits wenige Monate später folgte der nächste Aufstieg. Ivanschitz rückte in den Kader der Amateur-Mannschaft auf und verpasste unter Coach Fritz Riedmüller nur haarscharf den Aufstieg von der Wiener Stadtliga in die Regionalliga. Doch das konnte er verschmerzen, spielte er sich doch in den Blickpunkt des damaligen Sportdirektors Ernst Dokupil und des seinerzeitigen Cheftrainers Heribert Weber. Letzterer verhalf dem damals gerade erst frischgebackenen 16jährigen auch am 26. Oktober 1999 zu seinem Pflichtspieldebüt in der Profimannschaft. Rapid gastierte im Rahmen des ÖFB-Cups beim Landesligisten ATSV Ranshofen und Ivanschitz wurde in der 63. Minute beim Stand von 1:1 für den routinierten ehemaligen deutschen Bundesliga-Kicker Jens Dowe eingewechselt. Es war eine etwas bittere Premiere, denn auch Ivanschitz konnte nicht verhindern, dass sich Rapid bis auf die Knochen blamierte und nach einer torlosen Verlängerung im Elfmeterschießen mit 1:4 gegen die blutigen Amateure aus dem oberösterreichischen Innviertel verlieren sollte.
Ab nun war Andreas Ivanschitz aber zumindest im erweiterten Kader des ruhmreichen Wiener Traditionsvereins und das Training mit einem Weltstar wie Dejan Savicevic oder einige Jahre später Gaston Taument – der über Ivanschitz sagte, dass "ich außer ihm erst einen 16jährigen gesehen habe, der zu diesem Zeitpunkt schon so weit war und das war Clarence Seedorf"– und Teamspielern wie Rene Wagner (Tschechien), Krzysztof Ratajczyk (Polen), Farhad Majidi (Iran), Peter Schöttel, Michael Hatz, Arnold Wetl oder Andreas Heraf (alle Österreich) brachte dem Burgenländer in seiner Entwicklung enorm weiter.
Am 20. Mai 2000 war es dann schließlich soweit und durfte Ivanschitz auch in der österreichischen Bundesliga sein Debüt feiern. Es war zwar nur von kurzer Dauer (1 Minute), doch die Einwechslung für den ehemaligen Torschützenkönig Rene Wagner in der letzten Minute des Meisterschaftsspiels in Salzburg war der Beginn einer atemberaubenden Karriere.
Auch beim ÖFB war man auf den talentierten Linksfuß längst aufmerksam geworden und so konnte Ivanschitz schon auf sechs Einsätze in der U17- und zehn Länderspiele in der U16-Nationalmannschaft zurückblicken.
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05/2000 – 06/2001
Der endgültige Sprung in den Profikader war geschafft, Andreas Ivanschitz erhielt die Rückennummer 2 und unterzeichnete am 1. Juli 2000 seinen ersten Profivertrag (bis 2005). Bei Rapid musste Trainer Heribert Weber, der Ivanschitz sehr gefördert hatte, gehen und Ernst Dokupil, der schon bei der Verpflichtung im Jahr 1998 seinen Teil beitrug, übernahm als Sportmanager die Alleinverantwortung über den sportlichen Bereich beim SK Rapid.
Im Herbst des Jahres 2000 hieß es bei den meisten Spielen noch „bitte draußen bleiben“ für den damals erst 17jährigen Burgenländer. Trotzdem bestritt er schon im August 2000 sein erstes Europapokalspiel – beim 2:0 Heimspielsieg gegen den albanischen Klub Teuta Durres wurde er in der Pause beim Stand von 0:0 für Arnold Wetl eingewechselt. Beim letzten Meisterschaftsspiel vor der Winterpause sollte aber der nächsten Meilenstein in der noch jungen Laufbahn des Andreas Ivanschitz folgen – das erste Tor! In seinem 6. Meisterschaftsspiel (übrigens dem 2. von Beginn an) hieß der Gegner Schwarz Weiß Bregenz und Ivanschitz eröffnete beim 5:0-Heimsieg den Torreigen in der 25. Minute mit einem wunderbaren Tor.
Auch beim ersten Heimspiel des Jahres 2001, einer 1:2-Niederlage gegen Admira Wacker, trug sich Ivanschitz wieder in die Torschützenliste ein. Insgesamt sollte Ivanschitz in seiner ersten vollen Saison auf 14 Meisterschaftsspiele kommen, doch ein weiterer Treffer blieb ihm in dieser Spielzeit ebenso verwehrt wie der erste Pflichtspieleinsatz über 90 Minuten. Rapid wurde in dieser Saison aber immerhin Vizemeister und kam im ÖFB-Cup bis ins Viertelfinale.
Im August 2000 kam Ivanschitz wieder zu einem Einsatz in einer Nationalmannschaft. Bei einer deutlichen 1:4-Niederlage mit der U17-Auswahl gegen Slowenien erzielte er den Ehrentreffer, es folgten vier Spiele in der U18-Auswahl gegen Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Russland (1 Tor) und Aserbeidschan. Am 24. April 2001 feierte er in Ried bei einem 1:1 im Rahmen der EM-Qualifikation gegen Frankreich sein Debüt in der U21-Mannschaft. In nur einer Saison kam er also in gleich drei verschiedenen ÖFB-Teams zum Einsatz!
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07/2001 – 06/2003
Bis zum 15. Oktober 2002, seinem 19. Geburtstag, sollten neun weitere U21-Länderspieleinsätze folgen. Torerfolg war Andreas Ivanschitz nur ein weiterer vergönnt, in der EM-Qualifikation erzielte er im September 2002 per Kopf das Goldtor beim 1:0 sieg gegen Moldawien.
Doch zurück ins Jahr 2001. Bei Rapid war man nach dem Vizemeister-Titel mit größten Ambitionen in die neue Saison gestartet. Ivanschitz kam unter Ernst Dokupil allerdings nur zu Teileinsätzen und musste eine echte Krise des Wiener Traditionsklubs Rapid miterleben. Nach klaren Niederlagen gegen Aufsteiger Kärnten (0:3 – auswärts) und den GAK (0:4 – heim), sowie einem höchst blamablen Europacupauftritt in San Marino (1:0-Auswärtssieg) und wütenden Fanprotesten plus einer weiteren Niederlage im Wiener Derby musste Ernst Dokupil am 13. August 2001 seinen Platz als Sportmanager räumen.
Anfang September 2001 wurde Lothar Matthäus als neuer Cheftrainer verpflichtet und unter der deutschen Fußball-Legende kam Andreas Ivanschitz auch endlich zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz über 90 Minuten. Am 16. September egalisierte er beim Auswärtsspiel gegen Sturm Graz den Rückstand und traf zum 1:1-Endstand. Es sollte das einzige Tor von Andreas Ivanschitz unter Lothar Matthäus bleiben. Rapid beendete die Saison auf Platz 8, eine schlechtere Platzierung gab es nie zuvor in der über 100jährigen Klubgeschichte.
Im UEFA-Cup gab es zwar mit einem 5:1-Heimsieg gegen Partizan Belgrad ein absolutes Highlight, bei dem Ivanschitz allerdings nicht berücksichtigt wurde. Matthäus musste gehen, ihm folgte im Juni 2002 Josef Hickersberger. Der damals 55jährige ehemalige (und zukünftige) ÖFB-Teamchef schenkte Ivanschitz von Beginn an sein volles Vertrauen und setzte den Burgenländer, der längst die Rückennummer 8 trug und schon als 19jähriger auf eine große Fangemeinde setzen konnte, in jedem der 36 Meisterschaftsspiele der Saison 2002/03 ein. Beim allerersten musste er aber vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen, standen die routinierten Mittelfeldstrategen Andreas Herzog und Thomas Sobotzik in der Startaufstellung. Doch Ivanschitz wurde eingewechselt (wie schon bei seinem Bundesligadebüt für Rene Wagner) und erzielte innerhalb von sieben Minute zwei Tore. Am Ende hieß es 4:0 bei Sturm Graz und in Hütteldorf träumte man schon vom Meistertitel.
Bis zum September musste sich Ivanschitz weiter mit eher kurzen Einsätze – meist zwischen 20 und 30 Minuten – begnügen und noch der starken Konkurrenz Tribut zollen. Dann war es aber soweit und wurde er zum absoluten Stammspieler. Gemeinsam mit Österreichs Rekordteamspieler Andreas Herzog und dem späteren Rapid-Kapitän Steffen Hofmann brauchte Ivanschitz die kreative Note ins grün-weiße Spiel und wurde im März 2003 erstmals vom damaligen ÖFB-Teamchef Hans Krankl im Nationalteam eingesetzt. Beim 2:2 in Graz gegen Griechenland wurde er in der Halbzeit für Markus Weissenberger eingewechselt.
Die Meisterschaft beendete Rapid im Mai 2003 auf Rang 4 und damit verpassten Andreas Ivanschitz und seine grün-weißen Kollegen abermals einen Europapokal-Platz.
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07/2003 – 06/2004
Die neue Saison begann für Ivanschitz erstmals mit dem gleichen Trainer wie die alte endete. Und sie begann traumhaft. Rapid begeisterte mit Offensiv-Fußball und spielte einen meisterlichen Herbst. Hauptverantwortlich dafür waren vor allem der neue Kapitän Steffen Hofmann, der wieder erstarkte Torjäger Rene Wagner – und: Andreas Ivanschitz. Dieser glänzte als Vorbereiter und Torschütze (sechs Treffer in der Herbstsaison!) und spielte sich immer mehr in den Blickpunkt. Am 11. Oktober 2003 schrieb er Geschichte.
Als noch nicht einmal 20jähriger bestimmte ihn Hans Krankl nach der Auswechslung von Thomas Flögel zum Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft und zudem gelang ihm bei diesem Match gegen Tschechien der viel umjubelte Treffer zum 2:1 in der 78. Minute. Auch wenn die Nationalmannschaft schlussendlich durch späte Gegentore noch 2:3 verlieren sollte, war der Hype um den "jüngsten Teamkapitän aller Zeiten" endgültig losgebrochen.
Andreas Ivanschitz blieb trotzdem am Boden, aber das Frühjahr 2004 lief dann gar nicht mehr nach Wunsch. Im Jänner 2004 musste er zum Bundesheer und Anfang April zog er sich bei einem ÖFB-Cupspiel in Arnfels eine Verletzung zu, die keinen weiteren Einsatz in der Saison 2003/04 mehr zuließ. Rapid fiel als Winterkönig auf Platz 4 zurück, dieses Mal war die Platzierung aber wenigstens mit der Qualifikation für den UEFA-Cup verbunden.
Für Andreas Ivanschitz brachte dieser Zeitraum aber drei tolle Auszeichnungen. In der traditionellen Wahl der Austria Presse Agentur, die von den Trainern und Managern der Bundesligaklubs durchgeführt wird, wurde Andreas Ivanschitz zu "Österreichs Fußballer des Jahres 2003" gekürt, auf der Homepage seines Vereines wurde er zum "Rapidler des Jahres 2003" gewählt und außerdem wurde er "Burgenlands Sportler des Jahres 2003!!"
Im Jänner 2004 konnte er auch einen Titel mit seinem Klub feiern. Das in Wien mit einem sehr großen Stellenwert gesegnete Stadthallenturnier, das erstmals im Jahr 1959 ausgetragen wurde, ging nach einem packenden Finale gegen den großen Lokalrivalen Austria Wien an die Grün-Weißen, Ivanschitz erzielte in der Verlängerung das entscheidende Siegestor!
Ein Jahr später belegten sie den 2.Platz und Ivanschitz wurde zum "besten Spieler" dieses Turniers gewählt werden.
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07/2004 – 12/2005
Am 14. Juli sollte dann die bislang tollste Saison der Laufbahn des Andreas Ivanschitz beginnen. Zum Auftakt traf er mit Rapid in Bregenz auf Schwarz-Weiß und feierte einen überraschend hohen 5:1-Kantersieg. Bereits in der 8. Minute konnte Ivanschitz mit einem zugegebenermaßen nicht unhaltbaren Freistoß aus großer Distanz den Torreigen einleiten, in der 62. Minute gelang ihm zudem das 4:1 – damit zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Doppelpack in der Österreichischen Bundesliga.
Eine Woche später konnte seine Mannschaft im Hanappi-Stadion auch das erste Heimspiel überzeugend gewinnen – Wacker Innsbruck wurde mit einer 4:1-Packung retour nach Tirol geschickt und der damals noch 20jährige Midfielder traf wieder einmal ins Schwarze. Im August begann dann das Abenteuer Europapokal und mit Rubin Kazan aus Russland bekamen die Grün-Weißen einen sehr schweren Gegner zugelost. Nach einem 0:2 im Heimspiel setzte keiner mehr einen Pfifferling auf den Rekordmeister, doch am 26. August 2004 gelang Dank zweier Treffer von Steffen Hofmann und eines Tores von Marek Kincl ein 3:0-Auswärtssieg und das in der Folge oft zitierte "Wunder von Kazan"!
Einen Monat später sollte dann aber leider das Aus folgen, gegen Sporting Lissabon verlor Rapid im EM-Stadion Jose Alvalade mit 0:2. Trotz guter Chancen kein Auswärtstor und für Ivanschitz endete das Match doppelt schmerzhaft, nämlich mit einer Verletzung nach einem brutalen Foul des Brasilianers Polga, der dafür auch vom Platz gestellt wurde. Beim Rückspiel im ausverkauften Hanappi-Stadion war er wieder dabei, doch leider reichte es trotz der großartigen Unterstützung von den Rängen nur zu einem torlosen Remis und daher war der UEFA-Cup-Traum schon wieder ausgeträumt.
Besser lief es in der Liga, dort mussten Ivanschitz & Co bis zum Jahreswechsel nur zwei Niederlagen hinnehmen und überwinterten mit einem Punkt Vorsprung auf Austria Wien an der Tabellenspitze. Dort – und das war das größte Ziel in der damals perfekt harmonierenden Mannschaft – wollten diese unbedingt auch nach der 36. Runde stehen!
Das Frühjahr begann sehr holprig, aufgrund eines strengen Winters und einer damals noch fehlenden Rasenheizung in Hütteldorf mussten einige Auftaktspiele verschoben werden, was uns späterer Folge aber noch zu einem Vorteil werden sollte. So startete Rapid erst Mitte März ins neue Jahr und verlor prompt und ausgerechnet beim Lokalrivalen Austria mit 0:1. Doch im April sollte sich die Mannschaft von Josef Hickersberger in einen wunderbaren Lauf spielen und zwischen 6. April und 14. Mai gelangen ihr in zehn Pflichtspielen gleich neun Siege!
Es waren die vielleicht emotionalsten Wochen in der Karriere des Andreas Ivanschitz, seiner Mannschaft und auch ihm gelang gerade Anfang Mai fast alles. Innerhalb von nur drei Tagen zwei Kantersiege - zuerst Salzburg mit 5:0 und dann Admira mit 6:0 deklassiert.. Am 11. Mai gab es dann Gänsehaut pur, beim "Rückspiel" in der Südstadt gegen Admira stand es bis lange nach Ende der regulären Spielzeit 0:0, ehe Ferdl Feldhofer nach einem Freistoß von Ivanschitz per Schulter das Goldtor gelang. Die Minuten danach bleiben unvergesslich, die Emotionen gingen hoch, wir – alle Spieler und Betreuer rund um Josef Hickersberger – lagen sich in den Armen, die Rapid-Fans stürmten vor Freude den Platz und man hatte schon das Gefühl auf einer Meisterfeier zu sein. Doch noch war es nicht soweit.
Wiederum drei Tage später war Bregenz zu Gast im ausverkauften Hanappi-Stadion und Rapid feierte abermals einen viel umjubelten 4:1-Sieg! Leider mit Wehrmutstropfen, denn Markus Katzer erlitt einen Kreuzbandriss. Tags darauf traf sich die Mannschaft geschlossen in einem Lokal in Wien-Meidling um sich die Partie Pasching gegen Austria anzusehen. Es kam wie es kommen sollte, denn die Austria gewann nicht und damit war fix, dass der Meister der Saison 2004/05 SK Rapid Wien hieß! An diesem Tag begannen die langen Meisterfeierlichkeiten, die allen – Spielern, Betreuern und Fans – unvergessliche emotionale Momente bescherten. Leider verletzten sich in den verbleibenden Matches einige Spieler und so setzte es für Rapid vier Niederlagen zum Saisonabschluss, darunter auch das ÖFB-Cupfinale vor über 30.000 Zuschauern im Happel-Stadion. Der Meisterteller überstrahlte aber alles und das nächste Ziel war schon ins Visier genommen – Qualifikation für die Champions-League!
Die sollte im August 2005 auch gelingen! Gegen Lokomotive Moskau schafften die Wiener nach einem 1:1 zu Hause in Russland für alle Experten überraschend einen 1:0-Auswärtssieg – das Goldtor ging auf das Konto Jozef Valachovic! Wieder unbeschreibliche Emotionen, am Flughafen wurden „die Helden von Moskau“ von tausenden Fans euphorisch empfangen und gefeiert. Dann brachte das Los eine Hammergruppe – Bayern München, Juventus Turin und Club Brügge. Leider verliefen die sechs Spiele ganz und gar nicht nach Wunsch, obwohl Rapid im restlos ausverkauften Happel-Stadion gegen Bayern gut auftrat und sogar einen Elfmeter zugesprochen bekam und in Brügge schon nach wenigen Sekunden die Führung gelang, blieb Grün-Weiß in der Champions-League ohne Punktgewinn. Trotzdem eine immens wichtige Erfahrung.
Leider war im Verein nicht mehr alles eitel Wonne: Sportlich lief es auch in der Meisterschaft unterdurchschnittlich, Josef Hickersberger wurde vom ÖFB als Teamchef per 1. Jänner 2006 verpflichtet und in der Mannschaft war der „Team Spirit“ nicht mehr so gegeben wie noch wenige Monate zuvor. Kapitän Steffen Hofmann stand vor dem Wechsel nach Deutschland und auch bei Andreas Ivanschitz ging die Tendenz in Richtung Abschied von seinem Lieblingsverein. Im Dezember kam dann auch ein sehr gutes Angebot von Red Bull Salzburg und nach einiger Bedenkzeit entschied der nunmehr 22jährige Burgenländer, dieses anzunehmen und in die Mozartstadt zu ziehen. Keine leichte Entscheidung, denn sein Herz hing gerade auch in dieser Zeit noch sehr an Rapid, dem Klub, bei dem er groß geworden und für den er auch als kleiner Bub schon immer die Daumen gedrückt hatte. Ivanschitz war auf alle Fälle damals überzeugt, sportlich und auch wirtschaftlich die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Im Nationalteam hatte sich Ivanschitz in dieser Phase bereits längst als Teamkapitän und Stammspieler etabliert. Als Highlight ist sicher das im Herbst 2004 ausgetragene Heimspiel gegen England zu nennen, bei dem sich die rot-weiß-rote Elf viele Sympathien erkämpfte und ein 0:2 noch in eine 2:2 verwandelte, wobei ein Treffer auf das Konto von Andreas Ivanschitz ging. Trotzdem verpasste die von Hans Krankl betreute Mannschaft die WM-Qualifikation für Deutschland relativ deutlich, auch wenn die Gruppe mit einem 2:0-Heimsieg gegen Nordirland versöhnlich und unter dem Interimstrainerduo Herzog/Ruttensteiner abgeschlossen wurde.
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01/2006 – 08/2006
Anfang Jänner 2006 ging dann der viel und heftig diskutierte Wechsel von Andreas Ivanschitz über die Bühne. Ab sofort war er Spieler von Red Bull Salzburg und unter Cheftrainer Kurt Jara hatte er als neue Nummer 10 auch ein Stammleiberl. Bereits in seinem zweiten Spiel, bei einem 5:2-Kantersieg gegen Wacker Innsbruck, gelang Ivanschitz sein erstes – und wie sich später herausstellen sollte, einziges – Meisterschaftstor für die Roten Bullen. Auch aus dem großen Ziel – den zweiten Meistertitel in seiner Laufbahn – wurde nichts, denn das Starensemble um Ex-Bayern-München-Stürmer Alexander Zickler beendete die Meisterschaft mit sechs Punkten Rückstand auf Austria Wien auf Rang 2.
Noch viel schlechter erging es dem langjährigen Klub von Ivanschitz, Rapid Wien, denn die Hauptstädter mussten sich nach den Abgängen von Steffen Hofmann und Ivanschitz mit Rang 5 zufrieden geben. Nach Ende der Saison tauschte Red Bull überraschend den Trainer aus. Kurt Jara wurde beurlaubt, für ihn übernahm ein prominentes Duo, nämlich der italienische Star-Coach Giovanni Trapattoni und Deutschlands Rekordteamspieler Lothar Matthäus, der Andreas Ivanschitz ja bereits von seiner ersten Trainerstation Rapid Wien kannte. Das sportliche Sagen hatte der "Mister" aus dem Weltmeisterland Italien und der gab Ivanschitz recht deutlich zu verstehen, dass er unter ihm wohl mehr Zeit auf der harten Ersatzbank als auf dem grünen Rasen verbringen würde. Für den ehrgeizigen Burgenländer ein Fingerzeig, dass es an der Zeit war, sich abermals auf Wanderschaft zu begeben. Lange musste der Kapitän des ÖFB-Nationalteams auch nicht auf Angebote warten.
Apropos Nationalteam: Dort übernahm Josef Hickersberger, ein langjähriger Förderer von Ivanschitz, mit 1. Jänner 2006 den Teamchefposten, doch die sportliche Bilanz der ersten beiden Länderspiele war mehr als trist. Im März gab es im halbleeren Happel-Stadion ein blamables 0:2 gegen Kanada und Ende Mai dann an gleicher Stelle eine deutliche 1:4-Abfuhr gegen WM-Starter Kroatien. Nur ein schwacher Trost, dass Andreas Ivanschitz gegen die von Zlatko Kranjcar betreute Elf der Ehrentreffer aus einem direkten Eckball und damit das erste Länderspieltor der "Teamchefära Josef Hickersberger II" gelang. Insgesamt war es sein drittes Tor für Rot-Weiß-Rot!
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ab 08/2006
Mitte August 2006 hatte Andreas Ivanschitz dann seinen neuen Verein. Red Bull Salzburg verlieh den 23jährigen an den griechischen Traditionsklub Panathinaikos Athen und dieser Schritt sollte sich im Gegensatz zum Transfer von Wien nach Salzburg als goldrichtig erweisen. Noch bevor er allerdings sein erstes Match für die Grün-Weißen bestritt, stand für Ivanschitz sein erstes Länderspiel als Legionär und das dritte des WM-Jahres 2006 auf dem Programm. Dieses Mal wurde in Graz gekickt und der Gegner Ungarn ließ eigentlich darauf hoffen, dass ein Sieg eingefahren werden könnte. Doch wieder wurde es nichts, die Partie ging mit 1:2 verloren und für Ivanschitz begann das Abenteuer in Griechenland.
Dort wurde er von der griechischen Presse bereits vor seinem ersten Einsatz als "Grüner Mozart" geadelt und im Trikot mit der Nummer 27 sorgte er auch rasch mit seinen sportlichen Leistungen für Schlagzeilen. Gleich in seiner ersten Saison bestritt er 40 Pflichtspiele für "PAO" und durch seine spektakulären Tore und Assists machte er sich rasch einen guten Namen in der griechischen Super-League. Das schönste Kompliment kam dabei wohl von Seiten des Erzfeindes Olympiakos Piräus. Dort spielte der Co-Trainer des österreichischen Nationalteams, Peter Persidis, in den 70er Jahren sehr erfolgreich und als er Ivanschitz erstmals in Athen beobachtete und dabei zahlreiche ehemalige Mitspieler und aktuelle Funktionäre des hellenischen Rekordmeisters traf, musste er sich oftmals den Vorwurf anhören: "Warum hast du diesen Ivanschitz nicht zu uns gebracht!"
In dieser Saison sollte Ivanschitz 2mal zum "Spieler der Runde" gewählt werden, 1mal erzielte er "das schönste Tor der Runde" und am Ende der Saison wurde er ins "ALLSTAR TEAM 2007" gewählt.
So schön die Zeit in Athen, die im Frühjahr immerhin mit Platz 3 und dem Cupfinale (1;2 Niederlage gegen LARISSA)endete, war, so schwierig war sie bis Oktober 2006 im Nationalteam. Auch in den Länderspielen 4 und 5 des Jahres blieb Ivanschitz sieglos, in der Schweiz gab es ein 2:2 gegen Costa Rica und eine eher peinliche 0:1-Niederlage gegen Venezuela. Im Oktober schrammte das Team mit Ivanschitz dann im Fürstentum Liechtenstein haarscharf an einer echten Blamage vorbei. Nachdem die Gastgeber lange Zeit 1:0 in Führung lagen schaffte die Elf von Josef Hickersberger dann doch noch einen 2:1-Sieg. Nur wenige Tage später war dann auch auf Teamebene wieder alles eitel Wonne! Im ausverkauften Innsbrucker Tivoli-Stadion wurde die Schweiz nach bärenstarker Leistung mit 2:1 geschlagen, damit konnte Österreich erstmals seit 1996 (!) einen Gegner besiegen, der in der FIFA-Weltrangliste zum Zeitpunkt des Matches unter den Top-15 klassiert war. Zum Abschluss gab es in Wien einen überzeugenden 4:1-Heimsieg gegen WM-Teilnehmer Trinidad/Tobago und so schien es auch mit dem Nationalteam aufwärts zu gehen.
Doch es sollte anders kommen, denn im Jahr 2007 mussten Andreas Ivanschitz & Co bis zum 10. Länderspiel des Jahres warten, um erstmals einen Sieg einfahren zu können. Im Februar gab es ein dürftiges 1:1 auf Malta, wobei Ivanschitz per Freistoß der Ausgleich gelang, im März ein gutes Match gegen WM-Teilnehmer Ghana in Graz, das mit 1:1 (der Gegentreffer der Afrikaner fiel erst kurz vor Schluss, die Führung von Rene Aufhauser bereitete Ivanschitz vor) endete. Wenige Tage später folgte eine passable Leistung vor 65.000 Zuschauern im Stade de France, die einen knappen 1:0-Sieg der Gastgeber sahen. Ende Mai/Anfang Juni stand dann ein Länderspiel-Doppelpack im Wiener Hanappi-Stadion auf dem Programm, das leider für negative Schlagzeilen sorgen sollte. Zuerst verlor Österreich gegen Schottland mit 0:1, wenige Tage später gab es nach einer schwachen Leistung ein trotzdem achtbares 0:0 gegen WM-Teilnehmer Paraguay.
Im Sommer 2007 wurde er dann von einer Verletzung mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt und versäumte so die Länderspiele gegen Tschechien (1:1), Japan (0:0/4:3 im Elfmeterschießen, da Kurzturnier) und Chile (0:2). Beim zweiten und letzten Auswärtsspiel des Jahres war der Kapitän dann wieder an Bord. In Zürich revanchierte sich EURO-Mitgastgeber Schweiz für die Niederlage vor zwölf Monaten (Endstand 3:1 für die Eidgenossen) und wenige Tage später gastierte Superstar Didier Drogba mit seinen Kollegen von der Côte d´Ivoire (Elfenbeinküste) in Innsbruck, Im mit fast 30.000 Zuschauern ausverkauften Tivoli-Stadion lieferten Ivanschitz & Co das beste Ländermatch des Jahres und feierten einen verdienten 3:2-Sieg gegen den Vize-Afrikameister des Jahres 2006. Ivanschitz erzielte per Elfmeter das 2:1 und bereitete das 3:1 von Joachim Standfest mustergültig vor! Im November 2007 gab es dann im Happel-Stadion zweimal wenig Grund für Jubelstürme, denn bei den abschließenden Länderspielen gegen England (0:1 vor 45.500 Zuschauern) und Tunesien (0:0 vor nur 14.200 Besuchern) gelang der ÖFB-Auswahl kein Tor.
Im Klub lief es für Ivanschitz hingegen trotz Verletzungspause recht gut. Bis zum Jahreswechsel brachte er es auf 11 Meisterschaftsspiele, bei denen er zwei Tore erzielte. Im UEFA-Cup kam er viermal zum Einsatz, wobei er beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Aberdeen alle drei Treffer von Panathinaikos vorbereitete. In der Meisterschaft rutschte Ivanschitz mit seinem Klub auf Rang 3 ins EURO-Jahr, die Zielsetzung "Griechischer Meister" bleibt aber aufrecht.
To be continued!
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Sport und Soziales
Als Sportler möchte ich meine Präsenz dazu nutzen um Menschen zu helfen die Hilfe brauchen. Und Kinder sind besonders hilfs- und schutzbedürftig. Daher hat es mich auch sehr gefreut als ich von SOS-Kinderdorf das Angebot bekam als erster österreichischer Fußballer FIFA-4-SOS Botschafter zu werden.
Ich bin sehr stolz zusammen mit Stars wie Cannavaro, Shevchenko und vielen mehr für diese weltumspannende, österreichische Kinderorganisation als Sprachrohr für ihre Anliegen in der Welt des Fußballs zu agieren. Liste aller SOS-Botschafter!
Zusätzlich zu meinem Engagement habe ich mich entschlossen eine Dorfpatenschaft für das SOS-Kinderdorf Seekirchen zu übernehmen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt wie auch ihr für weniger als 1€ pro Tag Kindern eine bessere Zukunft schenken könnt hier ist der Link:
SOS-Kinderdorf!
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